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Die Facettenreiche


Sie schreibt, sie schauspielert, sie tanzt und sie bloggt: Franziska Freiermuth, Bärner Meitschi mit Leib und Seele und mindestens ebenso sehr vom Ausprobieren verschiedener Rollen angetan. Letzteres allerdings tut sie nur auf eingangs erwähnten kreativen Wegen, denn: «Ich habe ziemlich genaue Vorstellungen von mir als Franziska. Wer und wie ich sein will, was ich goutiere und was nicht». Und doch reizt hin und wieder das Teuflische, Schlampige, Divenhafte, Gefährliche, Herrscherische, Lügnerische, Wahnsinnige, vielleicht gar Illegale. Mehr noch: reizt bisweilen nicht nur, sondern ist im tiefsten Innern tatsächlich präsent, «als ungewohnte Seite an mir selbst». Seiten und Facetten, die zu erkunden ihr Text, Tanz und Theater erlauben. Der Antrieb ist immer der gleiche: «Ich will in Figuren und Geschichten eintauchen, die in meinem Leben als Franziska keinen Platz haben, keinen Platz haben dürfen. So gehört der Blick über den eigenen Gartenzaun zum Alltag, die Neugierde darf sich auch abseits der Fantasie austoben und doch bleibt im weitesten Sinne alles nur Fiktion». Allein in ihrer Tätigkeit als Journalistin habe sie mehr erlebt, gesehen und kennen gelernt, als sie sich je erträumt habe, sagt Franziska. Da war zum Beispiel der eine Monat als Parship-Mitglied für den Artikel «30 Tage, 20 Typen, ein Bericht». Ein Tandemsprung mit dem Gleitschirm. Der Operationssaal, den sie für eine Reportage über eine neuartige Hüftoperation betreten hat. Mannigfaltig auch die Welten, die sie auf der Bühne bereist. Erst kürzlich durfte sie sich als Mädi in Gotthelfs «Anne Bäbi Jowäger» in waschechtem Gotthelfdeutsch ereifern, verlieben und das träfe letzte Wort herausnehmen, in «Sound of Music» die Ordensschwester geben und des Sommers den Rosengarten als wundersames Fantasiegeschöpf betanzen. Wer weiter zurück blickt, findet gar Stücke in englischer Sprache. Eine Gabe, deren Ursprung im Studium der Englischen Linguistik und Literaturen liegt und später mit einem dreimonatigen Schaupieltraining in New York gefestigt wurde. Dennoch ist das Theater, zumindest noch, mehr Leidenschaft und «emotionaler und seelischer Ausgleich» als Lebensunterhalt. Diesen bestreitet Franziska derzeit bevorzugt mit Buchstaben, als Werbetexterin und freie Journalistin. Aber: «Die Träume sind noch gross, farbig und vielfältig». Mehr erfährt, wer sich die Zeit hin und wieder auf ihrem Blog vertreibt. Ein Sammelsurium an Wundersamem, Inspirierendem, Kuriosem, Herzwerwärmendem und Liebevollem, wie gemacht, um einem in jeder erdenklichen Situation ein Lächeln ins Herz zu zaubern. Wie wenn die Träume noch gross, farbig und vielfältig sind. Und dies hoffentlich noch lange bleiben.

www.franziska-freiermuth.ch

www.fffleur-de-lys.blogspot.com

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